RSV im SC 36 Neuss-Grimlinghausen e.V.

 

 

18. März 2015 | 00.00 Uhr

Reitsport

Sieg zum Saisonauftakt für Neusser Voltigierer

Essen. Die Mannschaft von Trainerin und Longenführerin Jessica Lichtenberg setzt sich im Rahmen der Equitana beim ersten Turnier klar durch. Von Daniel Kaiser

Gelungener Saisonauftakt für die amtierenden Weltmeister des RSV Neuss-Grimlinghausen bei der Weltmesse des Pferdesports. Die Voltigiermannschaft von Trainerin und Longenführerin Jessica Lichtenberg setzte sich im Rahmen der Equitana in Essen beim ersten Turnier der Saison klar gegen die Konkurrenz durch. Auf ihrem Weltmeister-Pferd Delia überzeugten die Pferdeakrobaten vom Nixhof beim "Beyer-Voltigier-Cup" mit einer Wertnote von 8,437 Punkten und deklassierten die Konkurrenz. Das Juniorteam des VV Köln-Dünnwald landete mit 7,071 Punkten auf Rang zwei, gefolgt von den Lokalmatadoren aus Essen (6,623).

Zu einhundert Prozent konnten die Rheinländer allerdings nicht zufrieden sein. Im Anfangsteil der Kür musste Oberfrau - und NGZ-Sportlerin des Jahres 2014 - Mona Pavetic das Pferd einmal unfreiwillig verlassen. Die Abzüge durch das Richterkollegium hielten sich jedoch in Grenzen, die Mannschaft fing sich im Laufe der Darbietung wieder und beendete die Kür gewohnt souverän und mit Szenenapplaus in der gut besuchten Arena. "Der Sturz war ganz klar ein Fehler von mir", sagte Lichtenberg im Anschluss. Die Abstimmung zwischen ihr und Delia habe in diesem Moment nicht gut funktioniert. "Es war eine Verkettung von Kleinigkeiten." Die Bedingungen in Essen seien von der Vorbereitung her nicht optimal. Aufgrund des Platzmangels auf dem Messegelände bleibe wenig Zeit für die optimale Vorbereitung der Pferde. Insgesamt zeigte sich die Meistertrainerin aber zufrieden. "Es war ein schöner Auftakt, aber die Prioritäten liegen natürlich an anderer Stelle."

Das neue Kürprogramm zeigten die Deutschen Meister in Essen noch nicht. Die Premiere gibt es erst beim internationalen Turnier im belgischen Moorsele Anfang Mai.

Eine Premiere bei den Neussern war die neue personelle Besetzung: Da Milena Hiemann ihre aktive Karriere nach dem WM-Sieg im vergangenen Jahr beendet hat, ist Leonie Falkenberg nun nachgerückt und startete erstmals in Essen mit dem Team. In Bezug auf die künftigen Aufgaben sind die Neusser nach eigener Aussage gut aufgestellt. "Nach einem WM-Jahr kommt man immer erst etwas später in Schwung", berichtete Lichtenberg. In der vergangenen Woche sei die Choreografie der neuen Kür aber gut vorangekommen. Weltmeister und Ausdrucks-Spezialist Jacques Ferrari aus Frankreich besuchte die Rheinländer und arbeitete intensiv mit ihnen am neuen Programm. "Wir haben eine gute Basis, auf der wir aufbauen können. Jetzt geht es an die Feinheiten", sagte Lichtenberg.

Das große Ziel in dieser Saison lautet EM-Qualifikation. Erstmals in der Geschichte des Pferdesports richtet Aachen ein kontinentales Championat für fünf Pferdesportdisziplinen gleichzeitig aus. Das CHIO-Gelände gilt als Wohnzimmer der Neusser. Hier wollen sie auch im August 2015 wieder auf dem obersten Treppchen stehen.

EINZELWETTBEWERB

Pauline Riedl verpasst den Sieg nur sehr knapp

Pauline Riedl Die Einzelvoltigiererin des RSV Neuss-Grimlinghausen verpasste in Essen mit Damiana und Longenführerin Simone Lang-Wiegele mit 7,747 Punkten nur knapp den Sieg hinter der Westfälin Christine Kuhirt (7,794).

Janika Derks Ihre Teamkollegin beendete den Wettkampf auf Rang vier (7,337).

Quelle: NGZ

 

 


 

11. März 2015

Rhein-Kreis Neuss

Mona Pavetic gewinnt NGZ-Sportlerwahl

Rhein-Kreis Neuss. Die Voltigier-Weltmeisterin des RSV Neuss-Grimlinghausen liegt in der Lesergunst klar vorne. Mehr als 200 Gäste feiern sie und die weiteren Platzierten bei der Abschlussgala gestern Abend in der Internationalen Schule in Neuss (ISR). Von Volker Koch und Dirk Sitterle

Voltigieren und Rudern sind die populärsten Sportarten im Rhein-Kreis Neuss - zumindest, wenn man das Votum der NGZ-Leser zugrunde legt. Sie gaben nämlich bei der 37. Auflage der "NGZ-Sportlerwahl des Jahres" Voltigier-Weltmeisterin Mona Pavetic die meisten Stimmen, gefolgt von Alina Stammen und Vera Spanke - das Duo aus dem Neusser Ruderverein hatte vor einem Jahr, damals gemeinsam in der Kandidatenliste vertreten, bereits den zweiten Platz belegt.

Mehr als 200 Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft waren gestern Abend in Sporthalle und Cafeteria der Internationalen Schule in Neuss (ISR) gekommen, um neben der Präsentation der "Sportler des Jahres" einen unterhaltsamen Abend rund um den Sport zu erleben, den die NGZ gemeinsam mit den "Partnern für Sport und Bildung" und der ISR ausrichtete. "Sport spielt an unserer Schule eine große Rolle", sagte Peter Soliman, geschäftsführender Gesellschafter der ISR und freute sich, das den Gästen gleich anhand von fünf sportlich erfolgreichen Schülern, darunter in Lena Charlotte Walterscheidt eine zweifache Jugend-Europameisterin im Dressurreiten. Die 17-Jährige war im Juli 2011, damals noch für den Neuss-Grefrather Reitclub startend, auch einmal "NGZ-Sportlerin des Monats" gewesen.

Das hat sie mit Mona Pavetic gemeinsam. Von den NGZ-Lesern nach dem Titeltriumph des RSV Neuss-Grimlinghausen bei den Weltreiterspielen im französischen Caen zur "Sportlerin des Monats September" gewählt, wiederholte sie diesen Sieg bei der Jahresabstimmung mit 16,3 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Mit zwölf Jahren und 35 Tagen ist die Schülerin der Janusz-Korczak-Gesamtschule die jüngste "NGZ-Sportlerin" aller Zeiten - bisherige Rekordhalterin war ihre Teamkollegin Pauline Riedl, die bei ihrem Sieg 2006 13 Jahre und zwei Monate alt war.

Die mehr als 200 Gäste staunten nicht schlecht, wie souverän und selbstbewusst die Zwölfjährige die Interview-Hürden im Gespräch mit NGZ-Sportredakteur Volker Koch meisterte, der als Moderator des Abends zwei Stunden lang tiefe Einblicke in die heimische Sportszene vermittelte - vom einstigen Sechstage-Profi Andreas Beikirch bis zu Christoph Buchbender, dem Präsidenten der Partner für Sport und Bildung, die inzwischen unverzichtbar für die heimische Sportförderung sind.

Zu den Sportlern, Vereinen und Projekten, die inzwischen durch den Zusammenschluss von rund 30 Unternehmen und Bildungseinrichtungen (darunter die ISR) gefördert werden, gehören auch die Basketballerinnen der TG Neuss (Zweite Bundesliga) und ihre Disziplinkollegen der Grevenbroicher Elephants (Regionalliga). Beide stimmten mit einem gelungenen "Show-Match" die Gäste auf den Abend ein.

Quelle: NGZ


 

Februar 2015 | 00.00 Uhr Sportlerwahl

 

 

Was den Hexer mit Agnes Werhahn verbindet

 

 

Neuss. Viele prominente Namen zieren die "Hall of Fame" der NGZ-Sportlerwahl - sogar die neue Vorsitzende der Stiftung Sport ist darin verewigt. Von Volker Koch

Rhein-Kreis Kleine Quizfrage für Fortgeschrittene: Was haben der "Hexer" und die neugewählte Vorsitzende der Stiftung Sport gemeinsam? Nun, Andreas Thiel und Agnes Werhahn wurden jeweils zwei Mal "NGZ-Sportler des Jahres" - 1992 standen der Handball-Nationaltorhüter in (damaligen) Diensten des TSV Bayer Dormagen und die Longenführerin (und Trainerin) der Voltigierer vom RSV Grimlinghausen sogar gemeinsam ganz oben in der Lesergunst. 

Sie ist voll von solchen mitunter skurrilen Geschichten, die Geschichte der 1978 vom heutigen Redaktionsleiter Ludger Baten ins Leben gerufenen "NGZ-Sportlerwahl des Jahres", die mit der heute beginnenden Abstimmung ihre 37. Auflage erlebt. Agnes Werhahn markiert dabei einen Trend - keine andere Disziplin hat die Sportlerwahl so geprägt wie der Pferdesport.

Guido Flaß, Springreiter vom RV St. Georg Grevenbroich, war 1980 der erste Titelträger, dem bis zum vergangenen Jahr, als sich Derbysieger Gilbert Tillmann die Krone aufsetzte, weitere 16 (von insgesamt 62) Sieger aus dem Pferdesportlager folgten - bis 2012 mit Arkansas sogar erstmals ein Vierbeiner selbst den begehrten Titel gewann. Wetten: Wenn sich heute Abend die Aktiven des Kreispferdesportverbandes zum traditionellen "Winterfest" mit Ehrungen im Zeughaus treffen, dann gehört die 37. NGZ-Sportlerwahl des Jahres garantiert zu den Gesprächsthemen. 

Die ungekrönten Könige der nach wie vor beliebten Abstimmung heißen - wie könnte es anders sein - Voltigier-Weltmeisterin Nadia Zülow und Schwimm-Ass Thomas Rupprath mit je vier Titeln. Je drei Mal durften sich Hürdensprinterin Doris Baum, Triathlet Wolfgang Dittrich, Ringer Max Schwindt und Voltigiererin Simone Lang-Wiegele damit schmücken. Das Double gelang außer Agnes Werhahn und Andreas Thiel noch Lutz Steinhöfel (Tennis), Sabine Kürten (Eishockey) und Gilbert Tillmann.

Die Liste weist weitere Kuriositäten auf: Die ringenden Brüder Willi (1979) und Rudi Pesch (1985) wurden ebenso Sportler des Jahres wie die Geschwister Wolfgang (1987, 89 und 90) und Martina Dittrich (1988). Und mit den Holzheimer Kanutinnen Sylvia Hützen und Susanne Bender siegte 1986 zum bisher einzigen Mal ein Duo. Diesmal ist mit den Dormagener Fecht-Weltmeistern sogar ein komplettes Quartett unter den Kandidaten zu finden.

Quelle: NGZ

 


 

25. Februar 2015 | 00.00 Uhr

Sportpolitik

 

Agnes Werhahn führt die Stiftung Sport

 Rhein-Kreis.

Die erfolgreichste Voltigier-Trainerin der Welt steht vor einer neuen Herausforderung: Agnes Werhahn übernimmt als Nachfolgerin von Karl Bongers den Vorsitz der Sparkassen-Stiftung Sport. Der "Patriarch" wurde gestern verabschiedet.                                            Von Volker Koch

Karl Bongers war sichtlich gerührt: "Jetzt ist genug", sagte der Neunzigjährige, nachdem Kuratorium und Vorstand der Stiftung Sport seine Abschiedsworte mit ebenso langem wie starkem Beifall bedacht hatten, "ich hab' das ja schließlich nicht alles alleine gemacht."

Bescheidene Worte anlässlich einer bedeutenden Zäsur: Nach 29 Jahren im Vorstand, davon 23 an dessen Spitze, stellte Karl Bongers gestern sein Amt als Vorsitzender der "Stiftung Sport der Sparkasse Neuss und des Rhein-Kreises Neuss" zur Verfügung. Nicht ohne zuvor seine letzte von fast 90 Vorstandssitzungen in gewohnt souveräner Manier zu leiten. "Der Kopf funktioniert ja noch", sagt der Neunzigjährige, "nur der Körper macht nicht mehr so richtig mit" - seit einem dreiviertel Jahr ist er auf einen Rollstuhl angewiesen, will er seine neue Heimat im Hubertusstift einmal verlassen.

Dort wird Agnes Werhahn ihn bald besuchen: "Ich stehe ihnen mit Rat und Tat zur Seite", versprach Bongers seiner Nachfolgerin. Die nahm das Angebot dankend an. Denn für die 57-Jährige bedeutet der Stiftungsvorsitz sportpolitisches Neuland: "Ich freue mich über die Berufung", sagte die erfolgreichste Voltigiertrainerin der Welt, nachdem das Stiftungskuratorium unter Vorsitz von Dieter Welsink sie einstimmig in ihr neues Amt berufen hatte, "aber ich weiß auch, dass ich die Fußstapfen, die Karl Bongers hinterlässt, nicht mal annähernd ausfüllen kann."

Werhahn, die die Voltigierer des RSV Grimlinghausen zu zahlreichen Welt- und Europameistertiteln führte, übernimmt den Stiftungsvorsitz in schwierigen Zeiten. Denn wie alle (Sparkassen-)Stiftungen leidet auch die Stiftung Sport unter den niedrigen Zinserlösen aus dem 3,8 Millionen Euro umfassenden Stiftungskapital. So ging die Summe der an Projekte, Vereine und Sportler ausgeschütteten Gelder seit 2010 (212 000 Euro) um ein Drittel auf aktuell 143 000 Euro zurück. Und eine Besserung ist nicht in Sicht, machte Sparkassen-Vorstand Heinz Mölder deutlich: "Der Zins ist in Deutschland abgeschafft. Bis 2017 werden wir das jetzige Niveau unserer Ausgaben in etwa halten können, danach müssen wir weiter reduzieren, falls keine Änderung eintritt."

Um trotzdem Sportförderung in gewohntem Maße leisten zu können, empfiehlt Mölder, "müssen wir auf andere Partner zugehen." So betreut die Sparkasse Neuss inzwischen 13 Kundenstiftungen - "vielleicht findet sich ja eine, die sportaffin ist", sagt Mölder, der als Schatzmeister weiterhin dem Stiftungsvorstand angehört. Der umfasst künftig nach einstimmig verabschiedeter Satzungsänderung 13 Personen - neu hinzu gekommen ist neben Agnes Werhahn auch der bislang in beratender Funktion kooptierte Volker Staufert als "wichtiges Bindeglied zu anderen Institutionen im Rhein-Kreis und in NRW", so Dieter Welsink, der in Thomas Welter und Rainer Thiel zwei neue Vize-Präsidenten an seiner Seite hat.

Trotz reduzierter Fördermittel war "2014 für uns ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr", lautete die Bilanz von Jürgen Steinmetz. Der stellvertretende Vorsitzende, der wegen seines beruflichen Wechsels ins Amt des IHK-Hauptgeschäftsführers ebenfalls aus dem Vorstand ausschied, machte dies nicht nur "an den Weltmeistertiteln im Säbelfechten, Rudern und Voltigieren" fest, sondern auch an den 23 A- und B-Kadermitgliedern, die von der Stiftung gefördert werden.

Und nicht zuletzt am zwölfköpfigen Perspektivteam für die Olympischen Spiele 2016. Steinmetz will dessen Entwicklung nicht nur aus der Ferne verfolgen: "Ich werde dem Sport und der Sportförderung im Rhein-Kreis nicht verloren gehen", versprach der stellvertretende Landrat, "sondern Möglichkeiten ausloten, neue Partner zu finden." Der Sport kann sie gebrauchen. 

Quelle: NGZ

 

 

 


 

24. Dezember 2014 | 00.00 Uhr

Reitsport

Der WM-Titel ist kein sanftes Ruhekissen

 

Die Neusser Voltigierer haben bei den Weltreiterspielen im französischen Caen neue Maßstäbe für ihren Sport gesetzt -

die obere Fotomontage zeigt Teile ihrer spektakulären Kür. Jetzt hat Erfolgstrainerin Jessica Lichtenberg (unten) die kommenden Europameisterschaften fest im Blick.

FOTO: Daniel Kaiser/Andreas Woitschützk

 

Neuss.. Für die Voltigier-Weltmeister vom Neusser Nixhof hat die Vorbereitung auf die Europameisterschaften in Aachen bereits begonnen. Von Daniel Kaiser

Was kommt, wenn alles erreicht ist, wenn der größtmögliche Traum eines Sportlers nach jahrelanger Arbeit in Erfüllung geht? "Normalerweise ein großes Loch", berichtet Jessica Lichtenberg, die als geborene Schmitz nur wenige Tage vor ihrem privaten Jahreshöhepunkt 2014 (Hochzeit) beim sportlichen Höhepunkt mit ihrer Mannschaft vom RSV Grimlinghausen im September den Titel bei den Weltreiterspielen in der Normandie holte.

Schon im Jahr 2006 war der damals erst 25-Jährigen in Aachen dieses Meisterstück gelungen. Es folgten schwere Jahre, in denen die Konkurrenz aus Ingelsberg die deutschen Farben vertrat, bis die Rheinländer anno 2011 die Bundeskrone zurückeroberten und seitdem auf allen Championaten anraten. Nach zwei Mal Gold auf den Europameisterschaften 2011 und 2013 und dem Vize-WM-Titel 2012 krönten sich die Pferdeakrobaten vom Nixhof in diesem Jahr mit der höchsten Auszeichnung, die ein Voltigierer aktuell erreichen kann. "Das ist alles so gut gelaufen und ich hatte danach wesentliche Momente, in denen ich mich selbst gefragt habe, ob es vielleicht der passende Augenblick für einen Abschluss gewesen wäre", sagt Lichtenberg.

Mit Blick auf die Herausforderungen der kommenden Saison jedoch gerieten die Abschiedsgedanken ganz schnell ins Hintertreffen. 2015 ist zwar "nur" ein EM-Jahr, quasi die kontinentale Zwischensaison, die Anlauframpe auf die globalen Titelkämpfe 2016. Nicht jedoch für die Neusser. Denn der Austragungsort der anstehenden Europameisterschaft ist im Pferdesport legendär - und macht mit einem völlig neuen Format auf sich aufmerksam. Erstmals nämlich werden die europäischen Meisterschaften in fünf Reitsportdisziplinen gleichzeitig ausgetragen, erlangen auf diese Weise einen noch deutlich höheren Stellenwert - und das an keinem anderen Ort als dem legendären CHIO in Aachen, dem weltweiten Mekka des Pferdesports, der Stätte des Neusser Titelgewinns von 2006.

Weil die Neusser in der Soers schon immer sensationell erfolgreich waren, wird ihnen die CHIO-Arena in Fachkreisen bereits als "Wohnzimmer" zugesprochen. Die unfassbare Bilanz: Neuss holte seit 2006 auf Aachener Boden immer einen Sieg. Schon allein diese Tatsache bringt den Titelverteidigern einen enormen psychologischen Vorteil in der anstehenden Qualifikation.

Aus Gesprächen mit den amtierenden Weltmeistern ist zu vernehmen: Die Motivation hat trotz des Triumphs in Caen keinesfalls nachgelassen. Die RSV-Schützlinge sind heiß auf den großen Preis. Auch die Erfolgstrainerin, die einen riesigen Anteil daran hat, dass Neuss zweifelsohne als eine der Weltmetropolen des Voltigiersports angesehen werden darf. "Ich habe gemerkt, dass das Stadion in Aachen das richtige Ziel ist. Dafür wird es sich lohnen, noch einmal zu investieren. In Aachen schließt sich ein Kreis. Wir wollen in dieses Stadion zurück", sagt die Eventmanagerin. Und wenn es nicht Aachen wäre? "Dann wäre es für mich vielleicht anders weitergegangen. Diese Saison war extrem. Eine neue Mannschaft, ein neues Pferd. Arkansas musste in den Ruhestand, Delia hat sich sehr schnell in die Rolle hineingefunden. Aber das alles war sehr anstrengend."

Die Besinnlichkeit der Weihnachtstage nutzt die 33-Jährige, um an neuen Ideen zu feilen. Mit der 2014er-Kür setzten die Neusser Maßstäbe und zu den Klängen der britischen Band Muse zweifelsohne einen modernen Trend. Die schwierige Aufgabe für die Athleten: Das Niveau halten, sich einmal mehr neu erfinden. Die Trainingspläne für die Wintermonate sind längst am Laufen, auch die ersten Konzepte werden umgesetzt. "Die theoretische Kür steht. Eine Idee ist da, aber nach so einem WM-Jahr dauert das immer etwas länger, bis es komplett ist", verrät Lichtenberg. Die neue Choreografie muss sich erst noch beweisen, wird eventuell wieder über Bord geworfen. In der Ruhe der Weihnachtstage soll die perfekte EM-Idee reifen. Lichtenberg: "Wir wollen uns wieder toppen oder zumindest an dieses Jahr herankommen."

Personell bleiben die Neusser hervorragend aufgestellt. Die 17-jährige Milena Hiemann verlässt das Team aufgrund von Knieproblemen und anstehenden schulischen Herausforderungen. "Das ist super schade, weil Milli von der Ausstrahlung her unglaublich souverän ist. Sie wird uns auf jeden Fall fehlen", bedauert Lichtenberg. Aus dem Juniorteam rückt derweil Eva Adrian nach. "Aus ihr kann man richtig was machen, sie ist sehr wandelbar", sagt die Trainerin über die 15-Jährige. Das Team wird von den Leistungsträgern Johannes Kay, Pauline Riedl, Janika Derks und Julia Dammer, den Oberfrauen Mona Pavetic und Leonie Falkenberg sowie natürlich der bald zehnjährigen Stute Delia komplettiert.

Die Neusser Voltigierer haben bei den Weltreiterspielen im französischen Caen neue Maßstäbe für ihren Sport gesetzt - die obere Fotomontage zeigt Teile ihrer spektakulären Kür. Jetzt hat Erfolgstrainerin Jessica Lichtenberg (unten) die kommenden Europameisterschaften fest im Blick.

Quelle: NGZ


29. Oktober 2014

Reitsport 

Voltigierer tragen sich ins Goldene Buch ein

 

 

Die Weltmeister im Rathaus: RSV-Trainerin Jessica Lichtenberg trägt sich ins Goldene Buch ein; daneben Vize-Bürgermeister Thomas Nickel. FOTO: Linda Hammer

Neuss. Stellvertretender Bürgermeister Thomas Nickel empfängt die Weltmeister vom Nixhof im Rathaus.

Von Dirk Sitterle

Der Weltmeister gab sich am Montag die Ehre. Die Voltigierer des RSV Neuss-Grimlinghausen trugen sich auf Einladung der Stadt Neuss ins Goldene Buch ein - und zeigten sich leicht verwundert: "Das Goldene Buch ist ja gar nicht gold, sondern rot", stellte Trainerin und Longenführerin Jessica Lichtenberg fest und fügte schmunzelnd hinzu: "Das ist natürlich schon eine ziemliche Enttäuschung ..."

Das Erfolgsteam vom Nixhof, das sich Anfang September im französischen Caen mit der neunjährigen Pferdedame Delia die Krone aufgesetzt hatte, war als Gast des stellvertretenden Bürgermeisters Thomas Nickel vollzählig im Neusser Rathaus erschienen. Dass sich alle am Triumph beteiligten Mannschaftsmitglieder auf der ansprechend gestalteten Seite verewigen durften, freute die Trainerin besonders. "Das finde ich wichtig."

Für Unterfrau Milena Hiemann war es der krönende Abschluss ihrer Voltigier-Karriere. Von gesundheitlichen Problemen geplagt wird sie sich nun vermehrt ihrer schulischen Laufbahn widmen. Ersatz ist schon gefunden: Aus dem ebenfalls bärenstarken Juniorteam rückt Eva Adrian auf. "Ein großes Talent", ist Jessica Lichtenberg überzeugt. Während es für ihre Schützlinge nun ein bisschen ruhiger wird, ist die Trainerin bald schon wieder in Sachen Voltigieren unterwegs. Die australische Hauptstadt Canberra ist Ausgangspunkt einer ausgedehnten Vortragsreise. Unterstützt wird sie dabei von Einzel-Weltmeister Jacques Ferrari. Der Franzose hatte sich den Feinschliff für seine Pflichtauftritte auf dem Nixhof geholt.

Quelle: NGZ

 

 


Bitte folgenden Link anklicken um den Bericht des KPSV zu lesen, über das Voltigier-Kreismeisterschafts-Turnier auf dem Nixhof:

http://www.pferdesport-neuss.de/2014/10/kreismeister-voltigieren-2014/


 

 

   

 

   

 

 


 

01,09,2014

 

Neusser Voltigierer greifen nach WM-Gold

 

Neuss. Morgen beginnen bei den Weltreiterspielen in Caen die Voltigierwettbewerbe. Wir stellen das Team des RSV Grimlinghausen vor. 

Von Daniel Kaiser

Morgen wird es ernst für die Voltigierer des RSV Grimlinghausen. Um neun Uhr beginnt bei den Weltreiterspielen im französischen Caen die Pflicht im Gruppenvoltigieren. Die NGZ stellt die Equipe vor, die sich Hoffnungen auf eine WM-Medaille macht.

Jessica Schmitz (33), Position: Trainerin und Longenführerin. Allround-Genie, Diplom-Sportwissenschaftlerin, Perfektionistin und Workaholic. Seit 1988 im RSV Neuss-Grimlinghausen. In ihrer aktiven Karriere war sie dreimal Weltmeister, zweimal Europameister, sechsmal Deutscher Meister. Trainiert die erste Mannschaft seit 14 Jahren. Größter Erfolg: WM-Titel 2006 bei den Weltreiterspielen in Aachen. "Jingsi" kann hervorragend korrigieren, weiß immer eine Lösung, hat den Dreh raus, was Musiken, Choreografien, Trikots und Armbewegungen betrifft. "Sie ist die beste Trainerin, die man sich vorstellen kann. Ohne sie wären wir nicht ansatzweise da, wo wir heute sind", sagt ihre Mannschaft. Dickes Minus: Kann sich keine Geburtstage merken.

Elisabeth Simon (27), Position: Co-Trainerin. Reiterin und gute Seele. Weltmeisterin 2006 mit dem Team, hatte ihre Karriere 2012 nach der WM eigentlich beendet, sprang 2013 aufgrund von zahlreichen Verletzungen noch mal ein und wurde Europameisterin. Hat das Team im Winter im Kraftraum auf die Saison vorbereitet, ist hauptverantwortlich für die Physis der Voltigierer zuständig, leitet die Fitness-, Dehnungs- und Ausdauereinheiten. "Sie ist in die Trainerrolle voll reingewachsen und angekommen, extrem aufopferungsvoll und hat immer den Überblick. Sie macht mindestens 50 Prozent der Arbeit", lobt Jessica Schmitz. "Eli" bringt ihre langjährige Erfahrungen ein, kümmert sich um Delia und Arkansas und pflegt nebenbei auch die "Oldies" Antari und Randor.

Johannes Kay (19), Position: Untermann/Steher, voltigiert seit 2004. Neuling, Technikfreak, Salto-Spezialist und angehender Physiotherapeut.
War zwei Jahre erfolgreich im Neusser Juniorteam, holte drei U18-EM-Titel und zog im Oktober 2013 für seine Ausbildung aus seiner Heimatstadt Flensburg nach Neuss. Der ehrgeizige junge Mann brachte neuen Schwung in die Mannschaft. "Er ist ein riesiger Zugewinn für das Team und das nicht nur aus sportlicher Sicht. Johannes ist extrem lustig, hat immer Lust auf Training und ist sehr motiviert, manchmal auch etwas übermotiviert", sagt Jessica Schmitz. Jo Bro" liebt Wraps, dänischen Milchreis und fühlt sich unter den Damen als Hahn im Korb augenscheinlich sehr wohl.

Janika Derks (24), Position: Mittel-/Unterfrau, voltigiert seit 2000. Physiotherapeutin, sichere Bank, kühler Kopf, eine der athletischsten Voltigiererinnen überhaupt, hat trotz 1,62 Meter Körpergröße einen atemberaubenden Aufgang. Wurde schon 2006 in Aachen mit dem Neusser Team Weltmeisterin und ist auch als Einzelvoltigiererin seit vielen Jahren sehr erfolgreich (4. Platz bei Deutschen Meisterschaften 2014). "Wenn Janika aufs Pferd geht, kann ich mich an der Longe immer ein wenig entspannen. Bei ihr weiß ich, dass sie alles durchzieht und cool im Kopf ist", sagt Jessica Schmitz. Auch in Ausnahmesituationen bleibt Derks analytisch und ruhig. "Ich schätze an ihr, dass sie rational ist und sich emotional nie ablenken lässt." Die Mannschaftskollegen über "Keychen": "Sie ist aus dem Seniorteam überhaupt nicht wegzudenken."

Pauline Riedl (20), Position: Mittel-/Unterfrau, voltigiert seit 2000. Der heimliche Star der Gruppe, angehende Ingenieurin, Führungsfigur. Isst und trinkt alles, was die anderen nicht mögen. Holte wie Derks 2006 den WM-Titel, damals als Oberfrau. Ebenfalls erfolgreich als Einzelvoltigiererin. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung auf allen Positionen genießt "Pauli" großen Respekt im Team. Ist extrem vielseitig einsetzbar.
Hat ihren eigenen Kopf, versprüht eine einzigartige Aura und auf dem Pferd eine große Präsenz. Ihr Standing in der Mannschaft ist unantastbar. "Wenn alle Stricke reißen, kann man sich an ihr orientieren. Sie ist eine Figur, die den Unterschied macht", sagt Jessica Schmitz.

Milena Hieman (17), Position: Mittel-/Unterfrau, voltigiert seit 2003. Ruhepol, elegant, präsent in allen Übungen, hat immer tausend Spangen im Haar. "Milli" machte sich in Neuss schon im Juniorteam einen Namen und knüpfte im Seniorteam nahtlos an diese Erfolge an. Übernimmt als Unterfrau einen großen Teil der Kür und sorgt dafür, dass "oben" alles sicher und stabil bleibt. Hat trotz ihres jungen Alters eine unheimlich reife Ausstrahlung auf dem Pferd, wird von ihrer Trainerin als "Aufrichtungsstar" betitelt. "Sie ist immer total präsent und ein absoluter Verlassvoltigierer", lobt Jessica Schmitz.Außerhalb des Zirkels überzeugt sie mit vortrefflichen Randbemerkungen. "Ihre Blicke sagen oft mehr als tausend Worte", analysiert Schmitz.

Julia Dammer (17), Position: Mittel-/Unterfrau, voltigiert seit 2004. Beweglichkeitswunder, elegante Erscheinung, Durchstarter des Jahres, wirkt schüchtern - allerdings nur auf den ersten Blick. Nach einem Kreuzbandriss war die Saison 2013 für sie gelaufen. Doch "Juli" kämpfte sich im Winter zurück. "Sie hat sich extrem viel erarbeitet und einen riesigen Sprung gemacht", lobt Jessica Schmitz. Die Schülerin bringt eine extravagante Note in die Choreografie ein, wirkt leicht schräg und kühl, aber authentisch. Passt extrem gut zur diesjährigen "spacigen" Kür. "Ihr nehme ich es sofort ab, dass sie von irgend einem anderen Planeten kommt", beschreibt Schmitz.

Mona Pavetic (11), Position: Oberfrau, voltigiert seit 2009. Energie-Bündel und Megatalent, manchmal etwas frech. War schon mit dem Neusser Juniorteam erfolgreich. Kann Korrekturen sehr schnell umsetzen und lernt in jedem Training dazu. "Schnucki" hat immer gute Laune, redet zumeist wie ein Wasserfall und besticht mit herausragenden Leistungen auf dem Pferd. "Mona hat die wohl außergewöhnlichste Pflicht, die man mit elf Jahren haben kann. Besser kann man das in diesem Alter einfach nicht machen", sagt Schmitz. Die Trainerin lobt die gesunde Mischung aus Kindlichkeit und Professionalität. "Sie ist witzig und abgespackt, weiß aber in den entscheidenden Momenten genau, worum es geht und wo sie im Sport hin will."

Leonie Falkenberg (11), Position: Oberfrau/Ersatz, voltigiert seit 2011. Ein Aufmunterer und Sonnenschein. Holte 2012 und 2013 den U18-EM-Titel mit dem Juniorteam und entwickelt sich allmählich zur Persönlichkeit. "Leo" bringt die nötige Lässigkeit ins Team, kann sich die Lockerheit in allen Situationen bewahren. "Auch wenn sie noch so jung ist, gibt sie mit ihrem positiven Wesen oft die entscheidende Richtung für die Stimmung am Tag vor. Sie ist für die Gruppe unheimlich gewinnbringend als Mensch", beschreibt Jessica Schmitz. Auch turnerisch kann Leonie Falkenberg überzeugen. In Aachen wurde sie kurzfristig an das Team Köln ausgeliehen - und gewann den Nationenpreis. Auch in Caen könnte sie einspringen und problemlos den Kürteil von Mona Pavetic übernehmen.

Delia (9), Position: Pferd, voltigiert seit 2012. Kaum Macken, Typ Einzelgänger, gelassener Charakter. Die Hannoveraner-Fuchsstute tritt in diesem Jahr in die Hufabdrücke von Arkansas und meistert ihre erste Saison mit der Gruppe fantastisch. Vom Richtergremium erhält sie hervorragende Noten - "Zurecht!", sagt Jessica Schmitz, die das Pferd nicht nur aufgrund der Galoppade, sondern auch aufgrund der mentalen Stärke schätzt.
Delia sei vom Format "gelangweilter Rockstar", lässt sich von äußeren Eindrücken nicht ablenken und sei in ihrem Auftreten deutlich unabhängiger als Arki. Im Gensatz zu vielen anderen Pferden ist "Hilde" nicht allzu sehr verschmust, steht über den Dingen, wirkt immer abgeklärt und freut sich über Wettkampfanspannung - wird in Caen von Pferdepflegerin Kisten Schmitz (40) betreut.

Ulla Ramge (51), Position: Bundestrainerin, seit 2002.
Gelernte Apothekerin, engagierte Sportfunktionärin, ehemalige Voltigiererin, war auch im Spring- und Dressursattel aktiv. Trainiert den Bundes A-, B- und C-Kader, bringt Struktur und Ruhe in die bundesweite Voltigierszene, lässt das erfolgreiche Trainergespann in Neuss aber weitestgehend unabhängig seine Arbeit machen. "Wenn man mal Hilfe braucht, organisiert sie sofort alles", berichtet Jessica Schmitz. Ramge gibt Sicherheit und bringt als internationale Richterin auch einen weiteren, extrem wichtigen Blickwinkel ein. "Diese Perspektive ist oftmals sehr hilfreich", betont Schmitz. Gemeinsam mit Kai Vorberg bildet sie ein erfolgreiches Bundestrainergespann, dass nach Einschätzung von Schmitz "sehr authentisch und harmonisch zusammenarbeitet".

Kai Vorberg (33), Position: Co-Bundestrainer, seit 2012. Allrounder, Entertainer, Führungsfigur aus Köln, der mittlerweile in Warendorf lebt. Mit jeweils zwei WM- und EM-Titeln sowie acht DM-Triumphen einer der erfolgreichsten Einzelvoltigierer der Geschichte. Kennt sich als Pferdewirtschaftsmeister und Nachwuchsführungskraft des deutschen Reitsportverbandes in allen Bereichen des Sports aus. "Er weiß, wie es sich als Aktiver und als Longenführer anfühlt und schafft es immer, den entscheidenden Gedanken mitzugeben", erklärt Jessica Schmitz. Kai Vorberg sei eine großartige Person in seiner Funktion und nehme auch in Stresssituationen mit dem nötigen Feingefühl kein Blatt vor den Mund.

Der Weltmeister der Weltreiterspiele von 2006 bereitete die deutsche Mannschaft gewohnt akribisch auf die Weltreiterspiele vor.

Quelle: NGZ

 

 

 

  


27. August 2014 | 00.00 Uhr

Reitsport 

Beim Team Neuss sitzt vor der WM alles perfekt

 

Neuss.. Voltigierer vom Nixhof in Selikum zeigen vor 300 Zuschauern in der Starsky-Halle hervorragende Kür bei der öffentlichen Generalprobe. Von Daniel Kaiser

In sechs Tagen beginnen für die S-Voltigierer des RSV Neuss-Grimlinghausen die Weltreiterspiele in der Normandie. Im Zénith-Stadion im "Parc des Expositions" in Caen werden die Pferdeakrobaten am Dienstagvormittag mit dem Pflicht-Wettbewerb in die nur alle vier Jahre stattfinden Weltmeisterschaft, bei der alle Pferdesportdisziplinen zusammenkommen, einsteigen.

Die Rheinländer um Meistertrainerin Jessica Schmitz zählen zu den Favoriten unter den 179 Athleten aus 22 Ländern. Das bewiesen die Rheinländer bereits am Sonntag in der heimischen Starsky-Halle zur öffentlichen Generalprobe. Über 300 Zuschauer fanden den Weg zum Leistungszentrum, um die Kür der deutschen WM-Vertreter zu bewundern. Auch Bundestrainerin Ulla Ramge und Co-Trainer Kai Vorberg waren aus Warendorf angereist. Doch nicht nur die Gastgeber präsentierten ihr Programm ein letztes Mal vor dem Saisonhöhepunkt. Auch die befreundeten Voltigierer aus Köln-Dünnwald, die in den weiteren Wettbewerben an den Start gehen werden, nutzten die Chance des letzten Tests in Neuss. Neben der amtierenden deutschen Meisterin Corinna Knauf, die für den Damenwettbewerb nominiert ist, zeigten die Doppel-Paare Gera Marie Grün und Justin van Gerven sowie die Bundessieger Pia Engelberty und Torben Jacobs ihre weltmeisterlichen Choreographien. Ebenso der in Köln lebende Lukas Klouda, der die tschechischen Farben in Caen vertreten wird. Auch das Neusser Juniorteam ging an den Start. Die U18-Equipe von Trainerin Simone Wiegele bereitet sich derzeit auf die Deutschen Junioren-Meisterschaften vor, die Ende September in Berlin ausgetragen werden.

Das Resümee der Gastgeber fiel äußerst positiv aus. Am Freitag hatte die S-Mannschaft mit Delia bereits eine Kür absolviert. Am Sonntag folgte dann ein fehlerfreier Auftritt vor Publikum. Dieser zeitliche Abstand entspricht in etwa auch dem Programm bei der WM, bei der das große Finale nach einem Tag Pause ausgetragen wird. So wettkampfnah wie möglich wollte Schmitz den Test haben. Ihre Schützlinge bewiesen, dass sie bereits optimal auf den Turniermodus eingestellt sind. Die Choreographie klappte hervorragend, lediglich die hohen Flugabgänge strich die Trainerin aus dem Programm, um so kurz vor der WM kein unnötiges Risiko einzugehen. "Die Mannschaft ist bärenstark und super fit", analysierte die Perfektionistin nach dem Auftritt. Sie ist sicher: "Besser konnten wir uns in diesem Jahr nicht vorbereiten. Wenn alles gut läuft, können wir aus eigener Kraft ganz vorne mitmischen."

Der Part der Kür, der zuletzt beim CHIO in Aachen und bei der Deutschen Meisterschaft in Elmshorn nicht funktioniert hat und für große Frustration sorgte, haben die Pferdeakrobaten vom Nixhof im Übrigen umgebaut. Zur Vorführung klappte alles mustergültig. "Der Kürteil hat durch die Umstellung sogar gewonnen und ist jetzt noch schöner", schätzte Schmitz ein. Auch zum Finale der vierminütigen Kür warteten die Neusser mit zwei weiteren Highlights auf, die sie in dieser Saison noch nicht gezeigt haben. Die schwierigen Elemente hatten sie in den vergangenen Trainingswochen weiter gefestigt. "Nun sitzt alles perfekt", sagte Schmitz,

Quelle: NGZ

Bilder von der Generalprobe sind auf der Seite Generalprobe 14 zu sehen.

Die Fotos wurden von Barbara Pfohl-Wiegele (http://www.barbarafoto.de) gemacht und zur Verfügung gestellt.

Dafür herzlichen Dank!

 


21.06.2014 

   

Quelle:RP-Online

 

 

 


 

30.06.2014

 

 

  


 


 

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